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Stand: 04.08.2015

Pressemitteilung

Handbuch 2015: Provinz war gestern. Ländliche Räume erfinden sich neu.

Mit Gastautoren wie Reinhard Kardinal Marx, Sarah Wiener und anderen, stellen die CKD in ihrem neuen, 77 Seiten starken Handbuch, unterschiedliche Zugangswege zum Thema Wandel in ländlichen Räumen zur Verfügung.

Pünktlich zum Start der Internationalen Grünen Woche in Berlin, auf der sich jährlich deutschlandweit Akteure, Verantwortliche und Projektgestaltende der Ländlichen Entwicklung treffen, um sich über die ländlichen Räume auszutauschen, bringen die CKD ihr Ehrenamtshandbuch zum Wandel in Ländlichen Räumen heraus.

"Ländliche Räume sind mehr als die in diesem Zusammenhang oft aufgeführten Mobilitätsdefizite, fehlende Breitbandversorgung oder schrumpfenden Infrastrukturen", meint Christa Brand, Bundesvorsitzende der Caritas-Konferenzen Deutschlands. Technischer, struktureller und demografischer Wandel haben Lebensentwürfe, empfundene Lebensqualität und Lebenswirklichkeiten besonders in ländlichen Räumen gewandelt.

Um die durch den Wandel entstandenen Herausforderungen zu stemmen, müssen sich vielerorts Dörfer, Landgemeinden und ländliche Räume neu erfinden. "Die ländlichen Gemeinschaften sind zwar unterschiedlich stark vom demografischen Wandel gefordert, aber bezüglich der zukünftigen globalen Herausforderungen und der daraus notwendigen Veränderungen - hin zu einer kooperativeren, nachhaltigeren Lebens- und Arbeitsweise - haben sie eine gute Ausgangsbasis" verdeutlicht Ulrich Böll, Referent bei den CKD und dort verantwortlich für das neu erschienene Handbuch.

Das neue Handbuch bietet zur Vorbereitung und Durchführung von Sitzungen, runden Tischen, Gottesdiensten, Workshops, Informationsveranstaltungen oder Projekten einen Fachteil mit kurzen Fachartikeln, Methoden- und Aktionsvorschläge, spirituelle und literarische Impulse, Praxisbeispiele, weiterführende Literatur- und Web-Site-Vorschläge. Die CKD wollen Interessierte im Zusammenhang der neuen Caritaskampagne unterstützen, den Wandel in ländlichen Räumen aktiv, positiv und sozial für die Menschen vor Ort zu gestalten.

"Wir stellen statt Strukturförderprogramme den Mensch in den Mittelpunkt", so Böll weiter.

So schreibt Reinhard Kardinal Marx über die Rolle der Kirche im ländlichen Raum. Sarah Wiener spricht in einem Interview über den Wandel in ländlichen Räumen. Prof. Dr. Ulrich Klemm stellt Faktoren für gemeinwesenorientierte Bildungsarbeit und Lernende Regionen vor. Barbara Fank-Landkammer beschreibt Inhalte und Themen der neuen Caritaskampagne 2015: "Stadt - Land - Zukunft" und Gudrun Kirchhoff thematisiert die Willkommenskultur.
Anne Kulozik schaut auf die Landschaft - den Lebensraum, den wir gemeinsam verändern. Franz Nahrada nimmt sich des Aspekts der multiplen und internationalen Vernetzung der ländlichen Räume an. Ingrid Engelhart sieht die Zukunft der Gemeinden in Bürgerhänden - unterstützt unter anderem durch die SPES-Zukunftsmodelle.

Acht konkrete Praxisbeispiele, überwiegend mit CKD-Hintergrund, aus verschiedenen Diözesen mit unterschiedlichem Umfang und mit Angabe der jeweiligen Ansprechpartner(innen) ermöglichen einen direkten Praxisbezug.

Auf der Web-Site der CKD (www.ckd-netzwerk.de) kann die Kurzbeschreibung des Handbuchs mit Informationen und Inhaltsverzeichnis heruntergeladen werden.

Die Caritas-Konferenzen Deutschlands - Das Netzwerk von Ehrenamtlichen sind die verbandliche Organisation der bundesweit 80.000 Ehrenamtlichen, die sich in katholischen Pfarrgemeinden und Einrichtungen wie Altenheimen, Wohnheimen für Menschen mit Behinderung und Krankenhäusern engagieren. Mit Besuchsdiensten, Kleiderkammern, Mittagstischen, Patenschaftsprojekten, Begegnungszentren, Begleitung und Unterstützung von Flüchtlingen und verschiedenen anderen Projekten setzen sie sich für ein solidarisches Handeln in der Gesellschaft und für die Teilhabe der Menschen am Rand der Gesellschaft ein. Mit ihren Aktionen greifen sie dabei aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen auf.

Weitere Informationen zum Handbuch finden Sie hier.

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