Milleniums, Digital Natives, Baby-Boomer und Co.

Ausgetauscht wurde sich über die "Generationenverantwortung". Herausgekommen ist ein bunter Strauß an Ideen, Aspekten, Projekten und Aktionen, welche die Generationen zusammen bringt, um "miteinander, voneinander und übereinander zu lernen" wie ein Teilnehmender es treffend ausdrückte.

Ein kleiner Input von Ulrich Böll gab einen ersten Einblick zu Fragen wie: Was sind gängige Bezeichnungen für die jüngere, mittlere und ältere Generation? Welche Ereignisse, technische Entwicklungen, Erfahrungen, Lebens- und Arbeitssituationen waren prägend für die jeweilige Generation? Welche grundsätzlichen Werteunterschiede zwischen den Generationen entwickelten sich hieraus? Hatte bei der Erziehung der älteren Generation noch "Sparsamkeit, Pünktlichkeit, Anpassungsfähigkeit, Einfügen in eine Ordnung" einen hohen Stellenwert, liegen bei den heute erziehenden Eltern, die Schwerpunkte auf "Selbstvertrauen/Selbstbewusstsein, Entfaltung der persönlichen Fähigkeiten, Durchsetzungsvermögen oder Wissensdurst". Auch die Unterschiedlichkeit der Lebenswelten und die unterschiedliche Art der Kommunikation kamen im Input zur Sprache, vor allem hinsichtlich der Frage in welchen Räumen, zu welchen Zeiten bei den unterschiedlichen Generationen Begegnung stattfinden kann?

Weitere Themen waren die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf der sehr geforderten mittleren Generation, der sogenannten "Sandwichgeneration"; die Solidarität zwischen Jung und Alt, hinsichtlich Umweltschutz, Ressourcenverbrauch und politischen Entscheidungen; das Auflösen der Großfamilien-strukturen und deren Bedeutung hinsichtlich Pflege, Mobilität, Nahversorgung, Armut und Einsamkeit; den Einfluss der Digitalisierung der Lebens-/Arbeitswelt auf die Kommunikation, Begegnungsräume und Bildung der Generationen; die Entwertung tradierten Wissens und Einflüsse auf Lernsettings durch den Wandel hin zu einer Informations- und Wissensgesellschaft; sowie die Chancen für Neuanfänge für die mittlere und ältere Generation.

Bei der Projekt- und Aktionsfindung ging es darum chancenorientiert, win-win-Situationen zu schaffen, mögliche Kooperationspartner für Themen zu finden, wo die Generationen miteinander, voneinander und übereinander lernen können und gemeinsam etwas gestalten. Einige in Fulda zusammengetragenen Aktions- und Projektideen zum kommenden Jahresthema 2016, finden Sie sicherlich im Mitte Januar erscheinenden neuen CKD-Handbuch.

Falls Ihnen beim Lesen des Artikels passende intergenerationale Projekte oder Aktionen eingefallen sind, senden Sie gerne Ideen, Beschreibungen oder Ansprechpartner via Mail an Ulrich Böll oder rufen Sie kurz an und helfen Sie uns die Schätze zum Thema zu heben und für alle im Netzwerk nutzbar zu machen.