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Stand: 04.08.2015

Pressemitteilung

Achtsamkeit für sich und andere – unser ehrenamtliches Engagement im Krankenhaus

Beirat der BAG mit Wolfgang Bosbach/MdB Beirat der BAG mit Wolfgang Bosbach/MdB © BAG Kath. Krankenhaus-Hilfe

Anneliese Florack konnte als Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Kath. Krankenhaus-Hilfe (BAG) 84 Teilnehmer(innen) an der Bundestagung 2015 willkommen heißen. Das Fachthema "Achtsamkeit für sich und andere - unser ehrenamtliches Engagement im Krankenhaus" zeigt mit Aspekten wie Nähe und Distanz, Engagement und Überforderung, Rückzugsorte und Kraftquellen besonders die Haltungen und Arbeitsweisen von Grünen Damen und Herren. Zeit haben zu zuhören und für Patient(inn)en da sein, dieses Anliegen verfolgen die ca. 3.200 Grünen Damen und Herren in fast 200 Krankenhaus-Hilfe-Gruppen der BAG und engagieren sich dort jährlich mehr als 400.000 Stunden.

Bürgermeister Lutz Urbach begrüßte die Leitungen von Krankenhaus-Hilfe-Gruppen im Kardinal Schulte Haus in Bergisch-Gladbach. In seinem Grußwort hob er die große Bedeutung ehrenamtlichen Engagements als wichtigen Baustein für unsere Demokratie hervor. Sie lebt von "Menschen, die ein Verantwortungsbewusstsein haben für die Gesellschaft und besonders für jene Menschen, die in erschwerten Lebensumständen stehen und Unterstützung benötigen." Wolfgang Bosbach, MdB, begrüßte die Teilnehmenden in seiner Heimatstadt. Er bekräftigte aufgrund persönlicher Erfahrungen in seiner Ansprache die Wertschätzung ehrenamtlicher Tätigkeit. Christa Brand, CKD-Bundesvorsitzende, und Käte Roos, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Evangelische Krankenhaus-Hilfe, dankten für die Einladung und übermittelten den Teilnehmenden die Grüße ihre Verbände.

Das aktuelle Tagungsthema griffen die Referenten aus unterschiedlichen Blickwinkeln auf. Axel Krause, Gesellschaft für Risiko-Beratung mbH/Detmold, setzte sich mit der Frage nach dem was Patienten benötigen, um sich soweit irgend möglich im Krankenhaus wohlfühlen zu können, auseinander. Dabei spielen aus seiner Sicht gut organisierte Behandlungsabläufe im Krankenhaus eine wesentliche Rolle. Grüne Damen und Herren übernehmen hier als Teil des Krankenhauses eine wichtige Rolle bei der Begleitung und Unterstützung der Patient(inn)en. Prof. Eberhard Schockenhoff, stellv. Vorsitzender des Deutschen Ethikrates, beleuchtete das Konzept der Achtsamkeit aus ethischer Sicht. Dabei spannte er den Bogen vom Buddhismus über die Philosophie von Immanuel Kant, Martin Heidegger und Soeren Kierkegaard bis hin zur christlichen Ethik. Achtsamkeit als solche, so Schockenhoff, ist den meisten Menschen nicht einfach gegeben. Vielmehr muss sie in kleinen Schritten eingeübt werden. Auch kann sie nur in der individuell richtigen Balance von Zuwendung und Selbstwahrung gelingen. Es gilt, dabei auch die eigenen Gefühle zu zulassen Die Begegnung mit kranken Menschen kann dann als Bereicherung empfunden werden.

Der christliche Glaube verbindet und stärkt Grüne Damen und Herren. So gehört es für die Leitungen von Krankenhaus-Hilfe-Gruppen einfach dazu, miteinander Gottesdienst zu feiern. Msgr. Rainer Hintzen, Abteilungsleiter Seelsorge im Sozial-und Gesundheitswesen, Generalvikariat Köln, und Pastor Frank Wecker, Diözesanbeauftragter für Krankenhausseelsorge des Erzbistums Paderborn, zelebrierten den Gottesdienst. Die Kollekte wurde an die Malteser Migrantenmedizin Köln überwiesen, die sich auch in besonderer Weise Flüchtlingen annimmt.

BAG fit für die Zukunft - das ist auch immer Thema für intensive Beratungen bei Bundestagungen. Diesmal wurde in Arbeitsgruppen die Rolle der Krankenhaus-Hilfe-Gruppen im Zuge sich verändernder Rahmenbedingungen in den Krankenhäusern z. B. durch Fusion oder Privatisierungen diskutiert: Wer sind die Ansprechpartner? Wie orientieren wir uns ggf. neu? Ebenso beschäftigten sich Teilnehmende mit Möglichkeiten der Gewinnung neuer Mitarbeiter(innen) für den ehrenamtlichen Dienst, der Gestaltung von Jubiläen und eines lebendigen Gruppenlebens sowie mit Lösungsstrategien von Konflikten.      

  

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