„Wir engagieren uns! Soweit – wie weiter?

Josef Gebauer vor Stellwand

Vorbereitet wurde die Veranstaltung vom "Ökumenischen Arbeitskreis ehrenamtliches Engagement"; hierzu zählen christliche Verbände, die dem Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE), u. a. auch die CKD angehören.

Es war die 4. Veranstaltung, bei der das Ziel vorgegeben war, die Ergebnisse der drei vorherigen Tagungen zu bündeln und in Handlungsperspektiven münden zu lassen. Eingeladen waren Ehrenamtliche aus Kirchengemeinden, Verbänden, Einrichtungen und Initiativen; ebenso hauptamtlich Tätige, insbesondere aus dem Bereich Engagementförderung. Von den ca. 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren 12 CKD-Mitglieder dabei, u. a. auch unsere Bundesvorsitzende Christa Brand. Ansonsten waren Vertreter aus den Kirchen, aus Politik, Wissenschaft und den unterschiedlichsten Verbänden anwesend.

Die christlichen Kirchen sehen es als ihren Auftrag an, diakonische Aufgaben für Menschen in Not zu erfüllen. Viele Christen sind überdurchschnittlich häufig in ehrenamtlichen Feldern aktiv.

Prof. Dr. Thomas Klie von der Evangelischen Hochschule Freiburg beleuchtete in seinem Impulsvortrag "Ehrenamtliches Engagement in kirchlichen Organisationen" eine Standortbestimmung in Kirchen, Politik und Gesellschaft. In einer Diskussionsrunde und in Kurzinterviews wurden aktuelle Bezüge und Herausforderungen für das ehrenamtliche Engagement in Kirchen und für die Engagementpolitik herausgearbeitet.

Soweit - eine Bestandsaufnahme. Und: wie weiter?

Diese Frage wurde bei einem Rundgang an acht Stellwänden (einem sogenannter Gallery walk) mit unterschiedlichen Fragestellungen diskutiert. An der 7. Stellwand war Josef Gebauer, Stellvertretender Bundesvorsitzender, als Co-Moderator aktiv. Hier lautete die These: "Ehrenamtliches Engagement in Kirchen und Quartier  -  vernetzt und präsent".

In dieser Aussage waren Ergebnisse und Wünsche aus den drei früheren Tagungen zusammengefasst: dass sich (unser) kirchliches Engagement vernetzen muss, dass es auf der Grundlage der Sozialraumorientierung über den Tellerrand (also ins Quartier) hinausschauen muss und dass es präsent - im Sinne von aktuell und spirituell - sein muss. Die Diskussionsrunden an dieser Stellwand mündeten in folgenden Thesenumformulierungen: "Ehrenamtliches Engagement der Kirchen im Quartier  -  vernetzt und präsent" sowie in der Aufforderung bzw. Handlungsperspektive "Die Kirchen müssen ihr bürgerschaftliches Engagement auf der Grundlage des christlichen Glaubens praktizieren".

Am Ende blieb die Frage offen, was mit den vorgeschlagenen Strategien, Handlungsperspektiven und Wünschen nun weiter geschehen soll: der "Ökumenische Arbeitskreis ehrenamtliches Engagement" hat diese Frage bereits auf die Tagesordnung des nächsten Treffens gesetzt.

Meinungen von CKD-Teilnehmenden finden Sie hier.

Weitere Informationen zur Tagung und zur Thematik können hier abgerufen werden.