Nachruf Maria Schaeffler

Gott schauen dürfen

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Ihr Leben hat Frau Schaeffler den Menschen gewidmet, ihrer Familie und ihren Freunden, vor allem aber Menschen, die in irgendeiner Weise der Hilfe bedurften. Ihr Einsatz in den Caritas-Konferenzen Deutschlands e.V. (CKD) - Das Netzwerk von Ehrenamtlichen war ein großartiges Zeichen ihrer Zuwendung zu den Menschen.

Wer für andere da sein will, braucht eine Quelle, aus der er Kraft schöpfen kann. Maria Schaeffler wusste sich geliebt - von vielen Menschen, aber auch von einem Gott, der aus Liebe zu uns selbst Mensch geworden ist. Die Erfahrung des Geliebtwerdens hat ihr Kraft gegeben, sich auch für andere einzusetzen. Aus diesem Grund war ihr die spirituelle und geistliche Begleitung in den CKD ein wichtiges Anliegen. In "Begegnen und Helfen", der damaligen Zeitschrift unseres Verbandes, hat sie gern geistliche Impulse geschrieben.

Für eine wirksame Hilfe bedarf es auch eines tragfähigen Netzwerkes und guten Strukturen. So hat sie auf verschiedenen Ebenen die Geschicke des Verbandes entscheidend mitgeprägt: in diözesanen Gremien wie auch auf Bundesebene und nicht zuletzt auch im Zentralvorstand des Deutschen Caritasverbandes, in dem sie für die CKD ihre Stimme erhoben hat.

Liebe macht erfinderisch. Das kann man nicht nur in der Bibel lesen. Auf vielfältige Weise hat Frau Schaeffler sich für die Menschen engagiert, zunächst natürlich durch ihren persönlichen Einsatz in den Konferenzen. Über lange Zeit hat sie unseren Verband auch finanziell unterstützt. Und bis zum Schluss durften wir erleben, dass sie das Tun der CKD mit großem Interesse und vor allem durch ihr Gebet begleitet hat.

Gott schauen - Der russische Dichter Leo Tolstoi hat einmal eine wunderbare Geschichte dazu geschrieben. Frau Schaeffler ist von Gott heimgerufen worden. Sie darf nun Gott schauen. Wir danken ihr für ihr caritatives Tun in unserem Verband und für die Menschen in Not. "Was ihr für einen meiner Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr für mich getan" (Mt 25). Wir sind der festen Überzeugung, dass Frau Schaeffler schon zu Lebzeiten Gott gesehen hat. Und das hat sie nicht für sich behalten, sondern großzügig weitergegeben und uns gelehrt, wie man Gott schauen kann. Die Caritas-Konferenzen Deutschlands e.V. werden sie in guter Erinnerung behalten.

Freiburg, im Dezember 2017

 

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